Publikationen

Mitchell G. Ash (Hrsg.)

Materialien zur Geschichte der Psychoanalyse in Wien

1938 – 1945

Beiträge von T. Aichhorn, M. G. Ash, E. Brainin, C. Diercks, B. Johler, C. Rothländer und S. Teicher

Die Vertreibung der Familie Freud und fast aller Mitglieder der WPV aus Wien 1938 bedeutete keineswegs das Ende der Psychoanalyse an ihrem Entstehungsort. Im Band wird gezeigt, wie versucht wurde, psychoanalytisches Wissen in Wien unter den Bedingungen der Diktatur weiterzugeben und die Behandlungspraxis weiterzuführen. Eingehende und sorgfältige Arbeit mit historischen Quellen gibt Einblicke in einen Teil der Geschichte der Psychoanalyse, der bisher nur in Ansätzen aufgearbeitet wurde.

Der Band fasst Ergebnisse eines vom Zukunftsfonds der Republik Österreich geförderten Forschungsprojekts zusammen und enthält

1. Eine detaillierte Aufarbeitung der »Arisierung« der WPV,

2. Eine Studie der Privatpraxis August Aichhorns – die erste Untersuchung einer psychoanalytischen Praxis im Nationalsozialismus –

3. Kommentierte Protokolle der Sitzungen des von Aichhorn in Zusammenarbeit mit dem »Deutschen Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie« in Berlin geleiteten Ausbildungsseminars sowie

4. Studien zur Geschichte der psychoanalytischen Ausbildung und zum Gebrauch und Nichtgebrauch psychoanalytischer Begriffe in dieser Zeit.

 

Der Herausgeber:

o. Univ.-Prof. Dr. Mitchell G. Ash ist ordentlicher Professor für Geschichte der Neuzeit unter Leiter der Arbeitsgruppe Wissenschaftsgeschichte an der Universität Wien; Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Bei Brandes & Apsel aus demselben Projekt bereits erschienen: Psychoanalyse in totalitären und autoritären Regimen (2010).

 

Hardcover, 688 Seiten, 59,90 Euro

Brüche und Kontinuitäten in der

Geschichte der Psychoanalyse in Wien, Bd. 3

 

Anna Freud / August Aichhorn
"Die Psychoanalyse kann nur dort gedeihen, wo Freiheit der Gedanken herrscht"
Briefwechsel 1921-1949

Herausgegeben und kommentiert von Thomas Aichhorn

Anna Freud und August Aichhorn lernten einander auf der Grundlage eines gemeinsamen Interesses kennen: der Absicht, psychoanalytische Erkenntnisse in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen anzuwenden und so die Psychoanalytische Pädagogik und die Kinderpsychoanaylse zu entwickeln. Diese gemeinsame Leidenschaft begründete wesentlich ihre wechselseitige Zuneigung. Verknüpft mit dem Respekt für Sigmund Freud, der sie inspiriert hatte, entstand eine glückliche, äußerst fruchtbare Freundschaft und Zusammenarbeit, auf die sie sich verlassen konnten, jeder für sich und beide miteinander.

1. Auflage 2012
556 S. 14,5 x 20,7 cm, Hardcover mit Fadenheftung und Lesebändchen
39,90 €
ISBN 978-3-86099-899-1

 

August Aichhorn-
Pionier der Psychoanalytischen Sozialarbeit

Thomas Aichhorn (Hg.)

Thomas Aichhorn hat in diesem Band wichtige Vorträge seines Großvaters zusammengestellt, die – auf Grund der vielen praktischen Beispiele – einen einzigartigen Einblick in seine Arbeitsweise und die psychoanalytische Perspektive sozialer Arbeit eröffnen. Eine Einführung in die Biographie und in den Arbeitsansatz August Aichhorns (mit vielen bisher unveröffentlichten Fotos); eine umfassende Bibliographie seiner Schriften und eine Zusammenstellung der wichtigsten Sekundärliteratur, machen diesen Band zu einer gelungenen Einführung in die psychoanalytische Sozialarbeit, die vor fast hundert Jahren ihren Anfang nahm.

12,5 x 20,5 cm
Broschur
Ca. 160 Seiten, zahlreiche Abb.
€ 19,80
ISBN 978-3-85409-608-5

 

Initiating Psychonalysis. Perspectives

Bernard Reith/Sven Lagerlöf/Penelope Crick/Mette Møller/Elisabeth Skale (Hg.): Initiating Psychonalysis. Perspectives. London, New York: Routledge 2012 (= New Library of Psychoanalysis Teaching Series 5).

http://www.routledge.com/books/details/9780415554985/

 

Trauma der Psychoanalyse? Die Vertreibung der Psychoanalyse aus Wien 1938 und die Folgen

Wiener Psychoanalytische Vereinigung/Wilhelm Burian/Peter Skriboth/Samy Teicher/Gudrun Wolfgruber (Hg.): Trauma der Psychoanalyse? Die Vertreibung der Psychoanalyse aus Wien 1938 und die Folgen. Tagungsband zum Symposium „Die Vertreibung der Psychoanalyse aus Wien 1938 und die Folgen“, veranstaltet von der WPV im Jahr 2003 in Wien. Wien: Mille Tre 2005. 

www.milletre.at/wpv

 

Bulletin. Die Zeitschrift der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung.

Das Bulletin erschien erstmals 1993 und von 1994 bis 1998 zweimal jährlich im Picus Verlag. Restexemplare können Sie unter folgender Adresse bestellen:

Wiener Psychoanalytische Vereinigung
A-1010 Wien, Salzgries 16/3

Tel. +43 (0) 1 533 07 67
E-Mail: office@wpv.at

 

Erschienene Bände:

 

Nr. 1 (01/93)    

    * Ilse Grubrich-Simitis: Einblicke in Sigmund Freuds Manuskripte
    * Otto F. Kernberg: Aktuelle Probleme der Psychoanalyse
    * Albrecht Komarek: Zwischen Selbstbeobachtung und Selbstdarstellung des

       Analysanden
    * Sylvia Zwettler-Otte: Zur Theorie der Deckerinnerung

 

Nr. 2 (01/94)    

    * Jerome D. Oremland: Die doppelte Helix: Psychoanalyse und Psychotherapie
    * Peter Schuster: Eine Lanze für die Psychoanalyse
    * André Green: Über die Natur des Psychischen. Einige Bemerkungen über die

       triadische Struktur im analytischen Austausch
    * George Brownstone: Neutralität, Abstinenz und das Heisenberg`sche Prinzip
    * Buchbesprechungen

 

Nr. 3 (10/94)    

    * Regine Lockot: Die Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft (DPA) zwischen

       internationaler psychoanalytischer Öffentlichkeit und nationalsozialistischer Politik
    * Volker Friedrich: Vom deutschen Kleinmut
    * Alfred Springer: Der weltanschauliche Streit um die Psychoanalyse
    * Peter Schur: Die Beziehung Freud – Schur
    * Buchbesprechungen

 

Nr. 4 (04/95)    

    * Ernst Federn: Zwei Erinnerungen aus der Psychoanalytischen Vereinigung
    * Alfred Winterstein: Meine Erinnerungen an Freud
    * Rudolf von Urban (Urbantschitsch): Remembering Freud
    * Wolfgang Berner: Der Name "Federn" in der Psychoanalyse
    * Marietta Zeug: Psychoanalytische Beiträge zum Thema "Onanie"
    * Thomas Aichhorn: "Nachträglichkeit" bei Freud oder "Das Prinzip der Etsch in Verona"
    * Buchbesprechungen

 

Nr. 5 (10/95)    

    * Daphne Stock: Margaret Mahlers Konzepte
    * Mauro Mancia: Psychosomatisches Leiden und Hypochondrie
    * Patrizia Giampieri-Deutsch: Lustprinzip, Wiederholungszwang und Todestrieb
    * Ute Mueller-Spiess: Depersonalisation und Entfremdung
    * Buchbesprechungen

 

Nr. 6 (04/96)    

    * Themenheft: Die Beratungsstelle für Psychoanalyse der Wiener Psychoanalytischen

      Vereinigung (Vergriffen)

    * Bettina Reiter/Peter Schuster: Die Beratungsstelle für Psychoanalyse
    * Christine Diercks: Im Vorfeld der Psychoanalyse
    * Bruno Waldvogel: Probleme der psychoanalytischen Psychotherapieforschung
    * Christine Diercks: Von der objektiven zur subjektiven Indikation
    * Jerome D. Oremland: Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie
    * Eva Kohout/Bettina Reiter: Spurensuche
    * Wilhelm Burian: Psychoanalysen brauchen ihre Zeit

 

Nr. 7 (10/96)  

    * Themenheft: Anna Freud zum 100. Geburtstag
    * Elisabeth Brainin: Eine Begegnung mit Anna Freud
    * Peter Fonagy: Fortschritte in der psychoanalytischen Technik mit jugendlichen

      Borderline-Patienten
    * Thomas Aichhorn/Friedl Früh: Aus dem Briefwechsel Anna Freud - August Aichhorn
    * Mattina Leon Baldass: Bub oder Mädchen. Die Auswirkungen früher

      Objektbeziehungen

      auf die Entwicklung der Geschlechtsidentität
    * Wolfgang Berner: Wilhelm Graf Solms zu Rödelheim zum Gedenken

 

Nr. 8 (04/97)    

    * M. Eglé Laufer: Die Angst, in der Adoleszenz verrückt zu werden
    * John Padel: Jemanden neu kennenlernen. Eine Art, die Autonomie des Selbst

       zu erklären
    * Albrecht Komarek: Würdigung der Schriften Leupold-Löwenthals
    * Buchbesprechungen

 

Nr. 9 (10/97)    

    * Themenheft: Weiblichkeit
    * Eva Kohout: Über das Geheimnis
    * Edith Schächter-Haas: Zum weiblichen Fetischismus
    * Ulrike Schwaninger: "Schwach" oder "Streng"
    * Buchbesprechungen

 

Nr. 10 (04/98)    

    * Ilse Barande: Freud im Zauderrhythmus
    * Christel Fritsche: Der primäre und sekundäre Krankheitsgewinn
    * Renate Kohlheimer: Bemerkungen zum Konzept des Durcharbeitens
    * Friedl Früh: Zum Gedenken an Peter Blos
    * Buchbesprechungen

 

Nr. 11 (10/98)    

    * Cordelia Schmidt-Hellerau: Libido & Lethe. Grundzüge einer formalisierten Auffassung

      der Metapsychologie
    * Alicja Smolen: Das Rätsel der Sphinx. Über infantile Sexualtheorien
    * Friedl Früh: Überlegungen zur Triebtheorie: Sigmund Freud gelesen von Jean

       Laplanche
    * Monika Huber: Freuds Konzepte des psychischen Konflikts. Eine metapsychologische

       Betrachtung

    * Elfriede Jelinek: Ein Leserbrief