Trauma der Psychoanalyse? Die Vertreibung der Psychoanalyse aus Wien 1938 und die Folgen

Wiener Psychoanalytische Vereinigung (Hg.)

Redaktion: Wilhelm Burian, Peter Skriboth, Samy Teicher, Gudrun Wolfgruber
Übersetzung des Beitrags von R. Steiner aus dem Englischen: Silvia Breuß

 

Die Vertreibung der PsychoanalytikerInnen aus Österreich im Jahre 1938 hatte weitreichende Konsequenzen für die psychoanalytische Bewegung – auch nach 1945. Die AutorInnen dieses Bandes bieten einen einzigartigen Überblick über die Entwicklung der Wiener Psychoanalyse von ihrer Auflösung bis zur Jahrtausendwende und zeigen auf diese Weise den Einfluss von Vertreibung intellektueller Eliten auf die Geschichte.

Der Einmarsch der deutschen Truppen im Jahre 1938 in Österreich und der »Anschluss« an das deutsche Reich bedeutete nicht nur das Ende Österreichs, sondern leitete auch das Ende der Psychoanalyse und der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung (WPV) in Wien ein. Von 102 Mitgliedern der WPV vor 1938 blieben nur drei PsychoanalytikerInnen in Wien zurück, alle anderen konnten flüchten. In diesem Band finden sich Beiträge zur Geschichte der WPV, zu persönlichen Erinnerungen von Vertriebenen sowie klinische Beiträge zu Verfolgung und Trauma.

Buchreihe: Bibliothek der Psychoanalyse
Verlag: Psychosozial-Verlag
229 Seiten, Broschur, 148 x 210 mm
Erschienen im Oktober 2016
ISBN-13: 978-3-8379-2631-6

 

https://www.psychosozial-verlag.de/2631

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